Fokus-Freitag Teil 7: Die Knopfzelle

Die Batterie haben wir ja bereits ausführlich im vierten Teil unseres Fokus-Freitags unter die Lupe genommen.  Dabei haben wir aber nicht jenen Typ Batterien angesprochen, der optisch dem Knopf eines Kleidungsstückes ähnelt: die Knopfzelle. Neben ihrer Optik zeichnet sie sich dadurch aus, dass ihre Gesamthöhe generell kleiner ist als der Gesamtdurchmesser. Die Zellspannung einer Knopfzelle liegt je nach Typ zwischen 1,5 - 3,6 V. Es gibt aber noch sehr viel mehr über sie zu erfahren. In diesem Blogbeitrag erhaltet ihr die Infos.

1. Einsatzbereiche
2. Verschiedene Zellen-Typen
3. Bezeichnungsmethoden
4. Fazit


Einsatzbereiche

Aufgrund ihrer Form und Größe lassen sich Knopfzellen in besonders kleinen Geräten, die eine AAA-Batterie gar nicht aufnehmen könnten, einsetzen . Beliebt ist die Verwendung von Knopfzellen in Armbanduhren, Hörgeräten und Autoschlüsseln. Da es sich um einen Batterietypen handelt und nicht um einen Akku, werden sie einmal vollständig entladen und müssen danach ausgewechselt werden.


Verschiedene Zellen-Typen

Je nach chemischer Zusammensetzung unterscheidet man verschiedene Zellen-Typen:

Lithium-Knopfzellen: Sie verfügen über eine hohe Kapazität von 3,0 Volt und werden daher vorrangig dort verwendet, wo Strom über einen langen Zeitraum benötigt wird. Wie auch bei gewöhnlichen Batterien der Fall ist die Lithium-Variante im oberen Preisniveau angesiedelt.
Alkaline-Knopfzellen: Diese sind vor allem wegen ihres vergleichsweise niedrigen Preises sehr beliebt. Ihre Spannung beträgt etwa 1,5 Volt, daher werden sie vor allem in Niedrigstromverbrauchern eingesetzt.
Zink-Luft-Knopfzellen: Sie verfügen über eine hohe Energiedichte und werden überwiegend als Hörgerätebatterien eingesetzt. Ihre Kapazität entspricht 1,4  bis 1,45 Volt.
Silberoxid-Knopfzellen: Silberoxid-Varianten werden ausschließlich als Knopfzellen hergestellt. In Armbanduhren ist ihre Verwendung typisch. Ihre Spannung ist mit 1,55 Volt nur minimal größer als die der Alkaline-Knopfzelle, ihr Vorteil ist ihre beinahe proportionale Entladungskurve und die über lange Zeit gleichbleibende Spannung.


Bezeichnungsmethoden

Leider ist die Bezeichnung von Knopfzellen nicht komplett einheitlich. Die von der IEC festgelegte einheitliche Methode 1 wurde 1990 in die Methode 2 abgeändert. Somit war eine komplette Umorientierung erforderlich. Zusätzlich benennt der jeweilige Hersteller die Batterietypen noch mit einem eigenen Namen, sodass beim Finden und Zuordnen von Knopfzellen häufig Verwirrung aufkommt. Um hier etwas Hilfestellung zu leisten folgende Tipps:

Die Ziffern in den Standardbezeichnungen geben meist Durchmesser und Höhe der Knopfzelle an. Der Name des Typus R1662 lässt also schon erfahren, dass er einen Durchmesser von 16,0 mm hat und eine Höhe von 6,2 mm. Die ersten Ziffern der Bezeichnung sind generell dem Durchmesser zuzuordnen, die darauffolgenden Ziffern bezeichnen die Höhe der Knopfzelle. Welche Maße zu welchem Wert zuzuordnen sind, klärt sich aber auch schon dadurch, dass der Durchmesser bei Knopfzellen immer größer ist als seine Höhe. Allerdings ist auf die Genauigkeit dieser Bezeichnung nicht immer Verlass: Bei der Knopfzelle R25170  beträgt der Durchmesser nicht 25 mm, sondern 25,5 mm. Die 170 dagegen macht deutlich, dass die Höhe genau 17,0 mm entspricht.

Außerdem sind auch die Buchstaben in den jeweiligen Bezeichnungen des offiziellen Standards nach Methode 2 nicht ohne Bedeutung. So stehen folgende Buchstaben in der Regel für folgende Knopfzellentypen:

SR = Silberoxid
LR = Alkaline
CR = Lithium
PR = Zink-Luft


Fazit

Im Endeffekt kann es für Knopfzellen keine pauschale Kaufempfehlungen geben, sie sind schlicht für kleinere Geräte geeignet und oft wird dann auch keine Wahl über die Batterieform gelassen. Je nach Gerät ist beispielsweise die gewünschte Armbanduhr nur für eine bestimme Silberoxid-Knopfzelle einer bestimmten Größe ausgelegt. Daher ist beim Kauf Aufmerksamkeit erforderlich, auch wirklich den richtigen Typen Knopfzelle in dem Labyrinth von verschiedenen Bezeichnungen zu finden. Wir hoffen, mit unserem Beitrag ein wenig Licht ins Dunkle gebracht zu haben.

EWANTO wünscht viel Erfolg bei der nächsten Knopfzellen-Suche!

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