Fokus-Freitag Teil 2: Die Tastatur

 

Im zweiten Teil unseres Fokus-Freitag nehmen wir die Computer-Tastatur unter die Lupe. Hier reicht die preisliche und funktionelle Vielfalt von 10 € mit einfachster Ausführung für eine Tastatur bis hin zu über 300 € mit scheinbar endlosen Funktionen und edelster Ausführung. In diesem Blogbeitrag werden wir herausfiltern, was eine Tastatur leisten sollte bzw. könnte und worauf beim Kauf zu achten ist.

 

 

 

 

  1. Kabellos oder Kabelgebunden?

  2. Ergonomie

  3. Mechanisch oder Rubberdome?

  4. Funktionsumfang

  5. Ghost-Key-Effekt

  6. Fazit

 

 

 Kabellos oder Kabelgebunden?

 

 

Wie bei der Computermaus besteht auch hier die Wahl zwischen einer kabelgebundenen oder kabellosen Tastatur. Die kabellose Variante ist dann entweder per Funk oder Bluetooth mit dem Computer verbunden. Stört euch die lokale Eingeschränktheit der Tastatur auf dem Schreibtisch oder der endlose Kabelsalat, so empfiehlt es sich zu einer kabellosen Tastatur zu greifen. Zu beachten ist hier der Wechsel von Batterien bzw. das Aufladen von Akkus.

Bei der kabellosen Variante wiederum gilt es, sich zwischen Bluetooth und Funk zu entscheiden. Während die Bluetooth-Reichweite durchschnittlich „nur“ 10-20 Meter beträgt, kann Funk mit fast doppelt so hoher Reichweite punkten. Allerdings muss hier beachtet werden, dass per Funk übertragene Informationen nicht besonders gut geschützt sind. Personen in der Nähe können diese Infos mit entsprechendem Know-How unter Umständen abfangen.

 

 

Ergonomie

 

 

Je intensiver die Nutzung der Tastatur, desto wichtiger wird der Aspekt der Ergonomie. Einige Tastaturen verfügen deshalb über Wölbungen, also verschiedene Tastenhöhen, um eine natürliche Handhaltung zu gewährleisten. Des Weiteren gibt es Handgelenkauflagen ergänzend zur Tastatur, die den unnatürlichen Einknick den Handgelenkes zu vermeiden, den wir schon im Fokus-Freitag Teil 1 angesprochen haben.

Obwohl ein eingebauter Ziffernblock rechts in der Tastatur durchaus praktisch ist, wird er aus ergonomischer Sicht teilweise kritisch betrachtet. Denn versetzt man die komplette Tastatur nach links, um die Bedienung des Ziffernblocks zu erleichtern, so kann die gesamte Körperhaltung unter dieser Ausrichtung leiden. Positioniert man die Textfläche stattdessen mittig vor sich, so wird die Maus (bei Rechtshändern) von ihrer vorgesehenen Position nach außen verdrängt und folglich muss der Arm weiter gestreckt werden. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um akute Gefahren, aber auf Dauer können sich diese Belastungen durchaus bemerkbar machen.

Eine haltungsschonende Alternative wäre nicht etwa der Verzicht auf einen Ziffernblock, sondern lediglich diesen separat zu nutzen. Einzelne Ziffernblöcke gibt es mittlerweile problemlos zu kaufen.

Wie ihr seht, gibt es also eine ganze Vielfalt von Möglichkeiten, um die Nutzung der Tastatur ergonomisch zu gestalten.

 

 

 

 

Mechanisch oder Rubberdome?

 

 

Generell unterscheiden sich mechanische Tastaturen von Rubberdome-Tastaturen dadurch, dass die mechanischen per Spiralfeder gesteuert werden, sprich der Finger drückt die Tasten herunter und die Spiralfeder drückt sie wieder nach oben. Rubberdome-Tastaturen dagegen funktionieren über Gummi oder Silikon, was sie günstiger macht.

Hier kann festgehalten werden, dass mechanische Tastaturen gegenüber den Rubberdome-Tastaturen zwar lauter und teurer sind, allerdings überleben sie die Rubberdome ungefähr zehnmal, sind mit weniger Kraftaufwand zu bedienen und qualitativ hochwertiger.

 

 

 

Funktionsumfang

 

 

Heutzutage bieten die Tastaturen eine große Bandbreite von Funktionen neben der ursprünglichen Texteingabe. Hier eine kurze Übersicht:

 

  • Touchpad und Scrollrad in der Tastatur: Damit spart ihr euch die Maus

  • Beleuchtete Tasten: für eine dunklere Umgebung oder einfach eine bessere Sichtung der Tasten

  • Kommandozentrale für Multimedia-Anwendungen: für die Steuerung des Multimedia-Players von der Tastatur aus

  • Kopfhörer- und Mikrofonanschluss: um Kabellänge zu sparen

  • LCD-Display: für die Anzeige von Datum, Uhrzeit und weiteren Informationen

  • USB-Anschluss: zum Anschließen eines USB-Sticks oder einer USB-LED-Lampe

 

 

Ghost-Key-Effekt

 

 

Ghost-Key-Effekt“, oder auch „Ghosting“ bedeutet, dass die Tastatur überfordert ist, wenn mehrere beieinander liegende Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Dabei werden entweder gedrückte Tasten nicht erkannt oder ungedrückte Tasten ausgelöst. Dieses Problem ist auf die Leiterbahnen der Tastatur zurückzuführen, die in diesem Fall einen Kurzschluss zwischen der horizontalen und vertikalen Leiterbahn auslösen.

Tastaturen, die mit „Anti-Ghosting“ oder „N-Key-Rollover“ werben, sind von diesem Problem nicht betroffen und können beliebig viele Tastenkombinationen, also „N-Keys“ verarbeiten. Allerdings gibt es auch Tastaturen, die mit Anti-Ghosting werben, aber darüber nur für bestimmte Tastenkombinationen verfügen, andere wiederum vom Ghosting betroffen sind. Hier ist Vorsicht vor Missverständnissen geboten.

 

 

Fazit

 

 

Im Gegensatz zur Maus gibt es beim Kauf einer Tastatur zwar natürlich die individuellen Präferenzen zu berücksichtigen, allerdings spielen hier die qualitativen Merkmale wie die Ergonomie und Mechanik eine entscheidende Rolle. Diese sollten gut auf Euch abgestimmt sein und vor allem ungesunde Körper- oder Armhaltungen im Vorhinein ausschließen. Je nach Präferenz müssen dann die Kabelfrage und der Funktionsumfang untersucht und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden.

 

Nun dann, EWANTO wünscht viel Erfolg beim Kauf der „richtigen“ Tastatur!



 

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